AD ASTRA – Vom Ort der Indoktrinierung zum freien Kulturraum

In Kürze
Die Geschichte des Kulturzentrum Astra in Brixen geht auf das Jahr 1936 zurück, als dort die Casa del Balilla (ab 1937 GIL – Gioventù italiana del Littorio) erbaut wurde. Als eine von fünf in Südtirol und Hunderten in ganz Italien sollte die Einrichtung im Zuge der faschistischen Reorganisation der italienischen Jugend zur Entstehung des „neuen Italiens“ beitragen. Der Gebäudekomplex im Stil des Rationalismus bot Raum für Theateraufführungen, Turnaktivitäten und verschiedene Veranstaltungen, die allesamt der Vermittlung der faschistischen Tugenden dienten. In der Nachkriegszeit wurde das nunmehr Ex-GIL genannte Gebäude umfunktioniert und beherbergte Gemeindeämter, Vereinsräume, eine Turnhalle und ein Kino. Letzteres wurde getrennt von den anderen Räumlichkeiten, die in den 1990er-Jahren zum Kultur- und Kongresszentrum Forum Brixen umgebaut wurden, bis 2011 als Kino weitergeführt. Nach einer Periode der Zwischennutzung und umfangreicher Sanierung erstrahlt es seit 2019 heute als Kulturzentrum Astra in neuem Glanz.

Vorgeschichte
Im Jahr 1926 gab Mussolini die „Reorganisation der italienischen Jugend zur körperlichen und moralischen Ertüchtigung“ in Auftrag. Die neu gegründete Organisation ONB (Opera Nazionale Balilla) sicherte sich den absoluten Zugriff auf die Jugend und löste mit Ausnahme der Azione cattolica, einer katholischen Laienorganisation, alle Jugendverbände auf. Zunächst war die Mitgliedschaft in den nach Alter und Geschlecht eingeteilten Jugendgruppen freiwillig. Mit dem Übergang des ONB an die GIL waren ab 1937 alle Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 21 Jahren zur Mitgliedschaft verpflichtet. Die Jugendorganisation war eng mit der Schule verbunden, oft leiteten Lehrer die Aktivitäten. Dazu gehörten Aufmärsche und militärischer Sport ebenso wie die Vermittlung von Nationalstolz, Autoritätstreue, Kampfbereitschaft und Gehorsam.

Faschistische Star-Architekten
Im Zuge der Reorganisation entwarfen und realisierten die Paduaner Architekten Francesco Mansutti und Gino Miozzo in den 1930er-Jahren für die ONB mehrere ähnliche Gebäudekomplexe in Oberitalien, fünf allein in Südtirol. Im Gegensatz zu den monumentalen faschistischen Bauten der Zeit weisen diese die sachliche Architektur des razionalismo auf. Die Anlagen bestanden aus einem Zentralgebäude, einer Turnhalle, einem Auditorium, einer Pergola und einem Exerzierplatz, die jeweils der städischen Umgebung angepasst wurden. Allen gemein war der symbolträchtige Fassadenputz in pompejanischem Rot, das man in Brixen später mit Ockergelb übertünchte.

Ein Stern am Kinohimmel
Nach dem Ende des Faschismus und des Zweiten Weltkriegs wurden die Räumlichkeiten des Auditoriums getrennt verpachtet. 1946 nahm Gino Bernardi das Astra-Kino in Betrieb. Es war das erste von in der Folge mehreren Lichtspielhäusern, die von der Familie eröffnet und geführt wurden. Später übernahm Sohn Gianni die Geschäfte und leitete das Kino bis zu seiner Schließung im Jahr 2011. Das Astra-Kino war jahrzehntelang ein fixer Bestandteil des Brixner Stadtlebens und spiegelte in seinem Programm den Geschmack der Zuschauer und den Zeitgeist der Unterhaltungsindustrie wider, von den großen Kultfilmen der 1960er-Jahre durch die Blütezeit der Softpornofilme in den 1970ern bis zu den Blockbustern der Jahrtausendwende.

Silberstreif am Horizont
Zwischen 2011 und 2018 diente das Astra verschiedenen Vereinen und Initiativen als Ort der kulturellen Begegnung und als einzigartige Ausstellungsräumlichkeit. 2012 wurde das Gebäude in einem ersten Schritt provisorisch instand gesetzt, eine grundlegende Sanierung sollte später folgen. In den Jahren der Zwischennutzung sprossen die Ideen und es wuchs der Wunsch nach einem eigenen, wilden, freien Zentrum für die Kultur der Jungen und Querdenkenden. Viele engagierte Menschen haben in dieser Zeit hartnäckig, mutig und mit unermüdlichem Einsatz auf die Errichtung des Kulturzentrums hingearbeitet, in dem nun seit Oktober 2019 kulturelle Veranstaltungen mit einem Schwerpunkt auf junge Kultur über die Bühne gehen können.

 / Grosser saal

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Das Herzstück des Astra ist der große Saal im Erdgeschoss. Der ehemalige Kinosaal mit der Schräge zur Bühne ist einzigartig in der Stadt. Die schwarze Innenausstattung mit dunkelblauer Decke eignet sich für Filmvorführungen, Konzerte, Theateraufführungen, multimediale Performances, Talks und vieles mehr.

Die räumlichen Voraussetzungen und die Infrastruktur dieses Veranstaltungssaals sind das eigentliche Potential des Hauses. Der Saal eignet sich in Kinobestuhlung für bis zu 190 Personen, in der Variante mit mobilen Podesten für bis zu 250 Personen.

Saal mieten: [email protected]

 / Hauptfoyer

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Das Foyer bietet Platz für kleiner Veranstaltungen mit bis zu hundert Personen. Hier gibt es auch einen kleinen Tresen, eine Spülmaschine und einen Kühlschrank, die einen Barbetrieb ermöglichen. Zwei bewegliche Raumelemente können als Kassa oder als Tische genutzt. In der Foyer-Nische befinden sich ein Beamer und eine Leinwand für Präsentationen und andere Formate mit kleinerem Publikum.

Bei Veranstaltungen im großen Saal bietet das Foyer Platz für die Gastronomie, für eine Verschnaufpause und den ein oder anderen „Ratscher“.

Foyer Untergeschoss

 / Foyer im Untergeschoss

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Underground, Subculture, Experimente. Hier ist alles etwas versteckter, intimer und abseits vom Rest des Geschehens. Der Raum eignet sich für Clubbing, Party, Proben, Schmieden von neuen Ideen – dem Ganzen sind keine Grenzen gesetzt. Das Foyer im Untergeschoss verfügt über einen eigenen Eingang, kann jedoch über das Hauptfoyer auch erreicht werden.

 / Astra Spiegelsaal

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Im Untergeschoss befindet sich der Spiegelsaal. Dieser eignet sich besonders für Seminare, Besprechungen, Präsentationen, Musik- oder auch Tanzproben. Die Oberflächenmaterialien Holz, Glas und Beton geben dem Raum eine angenehme Atmosphäre.

 

Saal mieten: [email protected]